Ziele, Maßnahmen und Indikatoren

Energetische Modernisierungen

Um unsere ökologischen Ziele zu erreichen, haben wir im Geschäftsjahr 2017 unser Modernisierungsprogramm ausgebaut. Dabei verfolgen wir das Ziel mindestens 3% unseres Gebäudebestands jährlich energetisch zu sanieren.

Gebäudehülle: Der Fokus unserer Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Gebäudehülle lag 2017 auf der Fassadendämmung, dem Fensteraustausch und der Dach- und Kellergeschossdeckendämmung. Wir erfüllen dabei die gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) vollständig. Ein großer Teil der Modernisierungen wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert. Der KfW-Standard, dessen Erfüllung für die Förderung eine Voraussetzung ist, geht über die Effizienz-Anforderungen der EnEV sogar hinaus. 2017 wurden innerhalb des Modernisierungsprogramms insgesamt 17.264 Mieteinheiten mit KfW-Mitteln saniert; diese Zahl umfasst die energetische Gebäude- und die Heizungsmodernisierung.

Die Förderprogramme der KfW unterscheiden im Rahmen der Gebäudemodernisierung im Wesentlichen zwei Aspekte:

Der KfW152-Standard umfasst die Umsetzung von energetischen Einzelmaßnahmen wie Fensteraustausch und Fassadendämmung.

Der KfW151-Standard umfasst die Sanierung eines Gebäudes, bei der die Umsetzung der Einzelmaßnahmen in Summe zur Erreichung eines KfW-Effizienzhaus-Standards führt.

Die Höhe der Förderung ist abhängig von der erzielten Energieeffizienz (KfW151-Standard) und damit der Erreichung eines Effizienzhaus-Standards oder den ergriffenen Maßnahmen (KfW152-Standard).

2017 haben wir in Berlin zum ersten Mal ein Pilotprojekt zur Gebäudemodernisierung im KfW151-Förderprogramm erfolgreich umgesetzt. Ziel war der Bau eines KfW-Effizienzhauses 100. Damit wird neben der Gebäudemodernisierung im KfW152-Förderprogramm ein weiterer Weg der Gebäudemodernisierung eingeschlagen. Weitere Projekte gemäß KfW151 befinden sich mittlerweile in der Umwetzung bzw. wurden bautechnisch abgeschlossen. 103-3

Heizungsanlagen: Der Fokus unserer Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Wärmeversorgung lag 2017 auf dem Kesseltauschprogramm, d. h. auf dem Einbau neuer Gas-Brennwertkessel. In unserem Bestand befinden sich noch immer Objekte mit veralteten Beheizungssystemen wie Kohle- oder Öl-Einzelöfen und Nachtspeicherheizungen. Sie entsprechen nicht mehr den aktuellen Wohn- und Energieeffizienzstandards. Deshalb tauschen wir veraltete Beheizungssysteme sukzessive aus.

Im Heizungsmodernisierungsprogramm 2017 wurden Heizungen ausgetauscht, die rund 15.000 Haushalte mit Wärme versorgen. Dadurch konnten wir die CO2-Emissionen unserer Heizungsanlagen um rund 7.400 Tonnen CO2 senken. 103-3

Treibhausgasreduktion: Im Rahmen des Programms „Energetische Gebäudemodernisierung“ haben wir im Programmjahr 2017 die Dämmungen für eine Wohnfläche von über 1.1 Mio. Quadratmetern in knapp 390 Projekten bzw. ca. 17.600 Wohneinheiten erneuert. 103-3, 302-5

Die im Programmjahr 2017 durchgeführten Maßnahmen führten zu einer Einsparung von rund 69.000 MWh (2016: 42.000 MWh) des Endenergiebedarfs in unserem Gebäudebestand. Die CO2-Emissionen konnten 2017 um rund 22.400 Tonnen (2016: 13.000 Tonnen) gesenkt werden. Dies entspricht einer Energieeinsparung innerhalb der im Programmjahr 2017 sanierten Gebäude von 46 % bzw. einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 47% (2016: 47,5% bzw. 48%). 302-4

Auf Basis der Energieausweise für 42.481 Mietobjekte lag die durchschnittliche Energieintensität unserer Gebäude 2017 bei rund 158,4 kWh/m2 (2016: 46.407 Gebäude und 165,1 kWh/m2). Damit konnten wir den Vorjahreswert erneut verbessern. 302-3, CRE1

Gebäudemodernisierungen 2017 nach Regionen

Gebäudemodernisierungen 2017 nach Regionen (Landkarte)
TOP-10-Modernisierungsstandorte nach Investitionshöhe

Region

 

Stadt

 

WE

 

Fläche (in m2)

 

Investitions­volumen (in Mio. €)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

West

 

Dortmund

 

2.391

 

141.286

 

50,1

West

 

Essen

 

1.589

 

97.023

 

40,7

Südost

 

Dresden

 

2.309

 

125.321

 

35,5

Nord

 

Hannover

 

1.060

 

60.296

 

25,9

Nord

 

Hamburg

 

632

 

44.316

 

18,7

West

 

Bielefeld

 

634

 

41.252

 

17,4

Ost

 

Berlin

 

860

 

56.181

 

16,7

Nord

 

Bremen

 

685

 

41.495

 

14,0

Nord

 

Osnabrück

 

361

 

23.883

 

13,3

Mitte

 

Frankfurt

 

342

 

21.729

 

11,6

Gesamt

 

 

 

10.863

 

652.782

 

244,0

Neubau

Bei unseren Neubauprojekten setzen die Vorgaben der EnEV den Rahmen für die Energieeffizienz unserer Gebäude. Den durch die EnEV vorgegebenen Basisstandard unterschreiten wir dabei teilweise um bis zu 10%. Dazu nutzen wir intelligente Konstruktionsweisen, z. B. eine Holztafelbauweise, Kerndämmung oder die Anwendung von Solarthermie und Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen). Mitunter sind bereits Baugenehmigungen – so beispielsweise für unser Projekt am Frankfurter Westring – mit weiteren Anforderungen eines städtischen Förderprogramms zur Einhaltung besonderer energetischer Maßnahmen und Einsparungen verknüpft. Durch die gemeinsame Anstrengung von Kommune und Unternehmen sind Unterschreitungen der EnEV um bis zu 10% möglich. 103-3

Sobald Neubauten die energetischen Standards der sogenannten KfW-Effizienzhäuser erfüllen, können diese mithilfe des Förderprogramm KfW153 umgesetzt werden.

Im Programmbereich Neubau setzen wir standardmäßig auf den Modul- und Fertigteilbau. Durch die großvolumige Vorproduktion im Werk können Bauwerke in der Errichtung energieeffizienter erstellt werden. Dies trägt zur Schonung von Umweltressourcen bei.