Segment Bewirtschaftung

Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 zeigte sich im Segment Bewirtschaftung nahezu eine Vollvermietung unseres Wohnungsbestands. Der Leerstand der Wohnungen zum Jahresende lag mit 2,5% nahezu auf dem Vergleichswert des Vorjahres von 2,4%, wobei sich davon rund 1 Prozentpunkt durch baubedingten Leerstand aufgrund unseres umfangreichen Investitionsprogramms erklärt. Die stiegen von 1.538,1 Mio. € im Geschäftsjahr 2016 um 8,4% auf 1.667,9 Mio. € im Geschäftsjahr 2017 an. Dies entspricht einer durchschnittlichen monatlichen Ist-Miete von 6,27 €/m2 zum Jahresende 2017 gegenüber 6,02 €/m2 zum Jahresende 2016 bzw. einer Gesamtsteigerung der Miete pro Quadratmeter von 4,2% (2016: 4,7%). Die marktbedingte Steigerung der Mieten lag bei 1,6% (2016: 1,5%). Darüber hinaus konnten wir durch Wohnwertverbesserungen im Rahmen unseres Modernisierungsprogramms einen Mietenanstieg von 2,5% (2016: 1,8%) realisieren. Berücksichtigt man zudem die Mietsteigerung aus Neubau- und Aufstockungsmaßnahmen, ergibt sich eine organische Mietsteigerung von 4,2% (2016: 3,3%). Die entsprechende like-for-like Mietsteigerung betrug im Geschäftsjahr 2017 4,1% (2016: 3,3%). Die durchschnittliche im conwert-Portfolio lag zum Ende des Berichtszeitraums bei 6,06 €/m2.

Wie geplant haben wir im Geschäftsjahr 2017 unsere Modernisierungs- und Instandhaltungsleistung auf ein Volumen von 1.124,8 Mio. € deutlich ausgebaut (2016: 792,4 Mio. €). Dazu hat maßgeblich die Steigerung des Modernisierungsvolumens von 472,3 Mio. € auf 778,6 Mio. € beigetragen. Im Geschäftsjahr 2017 entfiel ein Volumen in Höhe von 52,5 Mio. € auf Modernisierungs- und Instandhaltungsleistungen im conwert-Portfolio.

Instandhaltung und Modernisierung

in Mio. €

 

2016

 

2017

 

Veränderung in %

*

inkl. Neubau: 2016: 13,9 Mio. €, 2017 65,7 Mio. €

**

inkl. konzerninterner Gewinne 2016: 45,5 Mio. € (davon 1,1 Mio. € substanzwahrende Investitionen, davon 8,7 Mio. € Modernisierung);
2017: 72,3 Mio. € (davon 2,5 Mio. € substanzwahrende Investitionen, davon 25,1 Mio. € Modernisierung)

 

 

 

 

 

 

 

Aufwendungen für Instandhaltung

 

247,4

 

258,0

 

4,3

Substanzwahrende Investitionen

 

72,7

 

88,2

 

21,3

Modernisierungsmaßnahmen*

 

472,3

 

778,6

 

64,9

Gesamtsumme der Modernisierungs- und Instandhaltungsleistungen**

 

792,4

 

1.124,8

 

41,9

Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Berichtszeitraum bewirtschafteten Wohnungen bedeutet dies Ausgaben für Modernisierung und Instandhaltung von 51,00 € pro m2 im Geschäftsjahr 2017 (2016: 36,84 € pro m2).

In den Neubau von Wohnungen wurden im Geschäftsjahr 2017 65,7 Mio. € (2016: 13,9 Mio. €) investiert und abgerechnet. Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 182 Wohnungen fertiggestellt. Darüber hinaus befanden sich zum Jahresende 2017 443 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund 80 Mio. € im Bau. Beim Neubau setzt Vonovia auf gezielte Nachverdichtung und Dachaufstockung mit vorgefertigten Modulen und verfolgt drei Ansätze dieser modularen Bauweise über Holzhybrid, Stahlskelett und Betonfertigbau.

Im Geschäftsjahr 2017 lagen die operativen Kosten der Bewirtschaftung im Wesentlichen akquisitionsbedingt mit 259,9 Mio. € um 6,3% über den Vergleichszahlen des Vorjahres von 244,5 Mio. €. Insgesamt stieg das bereinigte EBITDA Bewirtschaftung von 1.046,2 Mio. € im Jahr 2016 um 9,9% auf 1.150,0 Mio. € im Jahr 2017 an.

Mieteinnahmen
Mieteinnahmen sind der aktuelle Bruttoertrag für vermietete Wohneinheiten gemäß den jeweiligen Mietverträgen vor Abzug nicht übertragbarer Betriebskosten.
Monatliche Ist-Miete
Die monatliche Ist-Miete (€/m2) ist der aktuelle Bruttoertrag pro Monat für vermietete Wohneinheiten gemäß den jeweiligen Mietverträgen zum jeweiligen Monatsende vor Abzug nicht übertragbarer Betriebskosten geteilt durch die Wohnfläche der vermieteten eigenen Wohneinheiten. Die Ist-Miete wird häufig auch als Nettokaltmiete bezeichnet. Die monatliche Ist-Miete (€/m2) like-for-like bezeichnet die monatliche Ist-Miete für das Wohnungsportfolio, das zwölf Monate vorher bereits im Bestand von Vonovia war, d. h. Portfolioveränderungen in diesem Zeitraum werden bei der Ermittlung der Ist-Miete like-for-like nicht berücksichtigt. Berücksichtigt man zudem die Mietsteigerung aus Neubauund Aufstockungsmaßnahmen, ergibt sich die organische Mietsteigerung.