Kreativ sein – und Ideen verwirklichen

Kreativ sein

Kreativ sein – und Ideen verwirklichen

Kreativ sein (Foto)

Kann man Kreativität im Quartier ansiedeln? Auf jeden Fall kann man für optimale Voraussetzungen sorgen: Vonovia schafft in seinen Quartieren kulturelle und künstlerische Freiräume, damit Kreative sich mit ihrem Ideenreichtum und Engagement aktiv einbringen und frische Impulse in der Nachbarschaft setzen können.

Das Schöne schlägt Wurzeln.

Gemeinsam mit dem Kulturbüro der Stadt Essen haben wir zum ersten Mal im Jahr 2014 das Kunstförderprogramm „Creativ Lab“ ins Leben gerufen und jungen Künstlern im Rahmen eines Ideenwettbewerbs die Möglichkeit gegeben, ihre Arbeiten und Projekte vorzustellen. Seitdem erhalten die Gewinnerinnen bzw. Gewinner ein Stipendium in Höhe von monatlich 200 €. Gleichzeitig stellen wir ihnen miet- und nebenkostenfrei Räumlichkeiten bereit, in denen sie arbeiten und wohnen können. Über die Gestaltungsideen der Künstler haben sich im Quartier bereits viele Ideen entfaltet, die die Attraktivität des Stadtgebiets weiter erhöht haben.

Das sogenannte Atelier „VierViertel“, in dem die jungen Kreativen ihrer Passion nachgehen, ist inzwischen eine Institution. Deshalb soll es im Eltingviertel auch in Zukunft künstlerisch weitergehen. Im vergangenen Sommer haben wir das Förderprogramm um zwei weitere Jahre verlängert – bis Sommer 2019 ist das „VierViertel“ gesichert.

Neben den Stipendiaten selbst profitieren auch die Anwohnerinnen und Anwohner. Sie können an Seminaren und Workshops teilnehmen und sich von den Künstlern inspirieren lassen.

Kultur gehört dazu.

Was macht ein lebenswertes Quartier aus? Zu den wichtigsten Kennzeichen gehören eine gewachsene Infrastruktur mit Schulen, Verkehrsmitteln und Einzelhandel und sicherlich auch Wohngebäude in einem guten technischen und energieeffizienten Zustand. Genauso wichtig aber sind kulturelle Angebote, denn ein Quartier entfaltet seine Besonderheit erst über die Handschrift, die wir ihm verleihen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Im Rahmen eines überregional initiierten Skulpturenwettbewerbs haben sich im vergangenen Spätsommer 122 Künstlerinnen und Künster mit ihren Ideen zu der Aufgabenstellung beworben, wie sie aktuelle Fragen zu gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Aspekten der Quartiersentwicklung künstlerisch greifbar machen würden. Ein Auswahlgremium hat alle Bewerbungen gesichtet und 30 Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die für die drei Standorte Essen, Frankfurt und Berlin ihre Vorschläge für eine Skulptur einreichen können. Die ausgewählten Gewinnerentwürfe werden im März 2018 bekanntgegeben und bis 2020 realisiert.

Lena Halbedel und Florian Krohm entwerfen im Atelier „VierViertel“ neue Möbel aus Sperrmüll. (Foto)
Lena Halbedel und Florian Krohm studieren beide Industriedesign. Gemeinsam entwerfen sie im Atelier „VierViertel“ neue Möbel aus Sperrmüll.
Maren Precht hat Produktdesign studiert und engagiert sich im Atelier „VierViertel“ für die Quartiersentwicklung. (Foto)
Maren Precht hat Produktdesign studiert und engagiert sich im Atelier „VierViertel“ für die Quartiersentwicklung. Ihre Initiative „Wir sind Nachbarn“ entwickelt gemeinsam mit den Bewohnern des Eltingviertels Ideen und Projekte für ein stärkeres Miteinander. So entstehen verschiedene Workshops und Aktionen.

Street Art trifft Nachhaltigkeit.

Zu Kriegszeiten schützte der Sandkrugbunker im Kieler Stadtteil Gaarden die Werftarbeiter vor Fliegerangriffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die vierstöckige Anlage ungenutzt. Seit 2010 steht der Bunker, der zum Bestand von Vonovia gehört, unter Denkmalschutz. Die Jahrzehnte haben der grauen Betonfassade ordentlich zugesetzt. Im vergangenen Sommer bot dies einen guten Anlass für Street-Art-Künstler, Farbe auf die grauen Bunkerwänder zu bringen. Im Rahmen eines Projekts unter dem Motto „Bunte Welt – Colour your life“ sprayten sie ein riesiges Graffiti auf die Fassade des Bunkers.

Das Projekt, es stand unter der Schirmherrschaft des Kieler Oberbürgermeisters, wurde vom Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e. V. angestoßen und gemeinsam mit dem Wirtschaftsbüro Gaarden und Vonovia realisiert. Im Zentrum der Aktion stand die Auseinandersetzung mit den weltweiten Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Zukunft.

Im September 2017 trafen sich die zehn über den Wettbewerb ermittelten Künstler in drei verschiedenen Quartieren in Essen, Frankfurt und Berlin, um sich vor Ort mit den Vierteln vertraut zu machen. (Foto)
Skulpturenwettbewerb. Im September 2017 trafen sich die zehn über den Wettbewerb ermittelten Künstler in drei verschiedenen Quartieren in Essen, Frankfurt und Berlin, um sich vor Ort mit den Vierteln vertraut zu machen. In Workshops informierten sie sich über die Geschichte der Viertel und die Quartiersentwicklung.
»Nachhaltigkeit ist gerade für junge Menschen oft schwer zu greifen. Kunst kann dem Thema ein Gesicht geben und es erlebbar machen. Deshalb haben wir uns gerne engagiert und den Bunker für urbane Kunst zur Verfügung gestellt.« Nils Bartels, Regionalleiter Vonovia Nord
Auch die Anwohner durften zu den bunten Sprühdosen greifen und sich in Sachen Graffiti ausprobieren. (Foto)
Mitmachen und ausprobieren. Auch die Anwohner durften zu den bunten Sprühdosen greifen und sich in Sachen Graffiti ausprobieren.
Zur offiziellen Eröffnung des Kunstprojekts am 21. Juli gab es ein großes Festival mit vielen Aktionen. (Foto)
Street Art. Zur offiziellen Eröffnung des Kunstprojekts am 21. Juli 2017 gab es ein großes Festival mit vielen Aktionen. In einem leerstehenden Gewerbeobjekt von Vonovia konnten Besucher eine Pop-Up-Art-Galerie zum Thema „Street Art“ besuchen.

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