Materialien und Beschaffung

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Im Rahmen der Kleininstandhaltung, Leerwohnungssanierung, Modernisierung sowie im Neubau kauft Vonovia Baumaterialien in großen Mengen: Dazu gehören z. B. Sanitärbedarfe, Elektrobedarfe und Malerbedarfe sowie Bodenbeläge, Fliesen und Wärmedämmverbundsysteme. Darüber hinaus werden auch indirekte Bedarfe beschafft, wie z. B. Werkzeug, Arbeitskleidung, der Fuhrpark und die Büroausstattung. Die beschafften Materialien stammen fast ausschließlich aus Produktionsstätten innerhalb der EU. Die Berücksichtigung von Normen und Vorschriften erfolgt in Abstimmung zwischen den technischen Betriebsleitern und dem Einkauf. 204-1

Bei allen Neubauten und Modernisierungsmaßnahmen ist Vonovia bestrebt, die neuesten KfW-Standards zu erfüllen. Dementsprechend wird der Einkauf von Baumaterialien darauf hin ausgerichtet.

Im Zuge von Sortimentsstandardisierungen spielen Nachhaltigkeitskriterien wie die Umweltverträglichkeit der eingesetzten Rohstoffe oder Produktionsverfahren und -bedingungen eine besondere Rolle. Der Einkauf nimmt eine sorgfältige Auswahl von Lieferanten und Nachunternehmern vor und stellt eine enge Betreuung sicher. Darüber hinaus sind alle notwendigen Konzessionen für Bauleistungen durch Nachunternehmer einzubringen und regelmäßig zu erneuern – dieser Prozess wird von Vonovia aktiv gemanagt.

Vonovia setzt dabei in zunehmendem Maße auf Standardisierung und Automatisierung im Beschaffungsprozess:

Ein Beispiel stellt das Projekt Industriebalkone dar: Durch die eigenständige Montage von Balkonsystemen mit standardisierten, vorgefertigten Montageteilen konnte die Wertschöpfung integriert und die Logistik effizienter gestaltet werden. In einem weiteren Projekt wurden Systemlieferanten zur maßgenauen Fensterproduktion anhand eines Software-Tools angebunden. Mit Hilfe der Software gelingt es, den Preis eines individuellen Fensters anhand der genauen Abmessungen und Kostenfaktoren automatisiert zu berechnen.

Im Rahmen verschiedener Pilotprojekte arbeitet Vonovia auch unmittelbar mit den Herstellern zusammen. Dies ermöglicht uns den direkten Austausch mit dem Hersteller in Hinblick auf Produkteigenschaften oder sogar die gemeinsame Entwicklung der Produkte. Letztendlich führt dies zu einer verstärkten Qualitätssicherung und zusätzlich zu einer erhöhten Transparenz in der Lieferkette.