Geschäftspartnerkodex sichert Lieferantenbeziehung ab

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Bei beauftragten Unternehmen minimiert Vonovia Risiken im Bereich Arbeitsrecht und -sicherheit durch den Geschäftspartnerkodex. Der Geschäftspartnerkodex verpflichtet Lieferanten zu wirtschaftlich und rechtlich konformem Verhalten. Unter anderem beinhaltet dies die Verpflichtung zum Ausschluss von Schwarzarbeit, zur Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns und zur Einhaltung der gültigen deutschen Regelungen zu Arbeitssicherheit und Menschenrechten. Diese Verpflichtungen gelten auch für Dritte – also für die Nachunternehmen der Vertragspartner.

Die Bauleiter stehen in unmittelbarem Kontakt mit den Nachunternehmen und haben den Überblick über die ausführenden Personen vor Ort auf den Baustellen. So können sie im Rahmen der Zusammenarbeit die Einhaltung des Geschäftspartnerkodex weitestgehend überprüfen. Darüber hinaus führt der Einkauf Jahresgespräche mit wesentlichen Nachunternehmen.

Mit einigen Unternehmen arbeitet Vonovia bereits seit vielen Jahren zusammen, in denen ein hohes Maß an Transparenz und Professionalität in den Abläufen aufgebaut werden konnte. Die Geschäftsbeziehungen sind durch Vertrauen und Verbindlichkeit geprägt, sodass die Einhaltung des Geschäftspartnerkodex sichergestellt ist.

Sollte es zu wiederkehrenden Verstößen gegen den Kodex oder andere rechtliche Vorgaben kommen, ziehen wir entsprechende Konsequenzen und verringern entweder das Umsatzvolumen mit dem betroffenen Lieferanten deutlich oder beenden die Geschäftsbeziehung vollständig. Wesentliche Fälle von Nichteinhaltung wurden Vonovia im Berichtsjahr nicht bekannt.

Vonovias Geschäftspartnerkodex

Der Geschäftspartnerkodex verpflichtet Lieferanten zu wirtschaftlich und rechtlich konformen Verhalten.

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Die Verpflichtungen des Geschäftspartnerkodex gelten für:

beauftragte Unternehmen

die Nachunternehmer der Vertragspartner

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Die Verpflichtungen des Geschäftspartnerkodex beinhalten:

Ausschluss von Schwarzarbeit

Zahlung des gesetzlichen Mindestlohns

Einhaltung der gültigen deutschen Regelungen zu Arbeitssicherheit und Menschenrechten.

2016 hatte Vonovia rund 2.650 (2015: 2.500) Lieferanten für die Bereiche Kleininstandhaltung, Leerwohnungssanierung und Modernisierung im Einsatz. Spezielle Arbeiten wie z. B. Kanal- oder Rohrreinigungsarbeiten werden auch in Zukunft weiter von externen Firmen ausgeführt. 102-9

In Zusammenarbeit mit dem TÜV wurde 2016 das TOGs® TÜV Rheinland Online-Gefahrstoffmanagement-System eingeführt. Hiermit wird die Unbedenklichkeit von Materialien, welche im Wohnungsbestand verbaut werden, abgesichert. Im Zuge dessen wurde im Berichtsjahr der AOBK- (Asbest-Oberboden-Kleber)-Kontrakt neu ausgeschrieben, um sicherzustellen, dass die Richtlinien für Gefahrstoffe eingehalten werden. Im Rahmen der Ausschreibung mussten alle Unternehmen Zulassungen vom Institut für Arbeitsschutz sowie spezifische Schulungsnachweise für die Bauleiter und Mitarbeiter zur Nutzung geeigneter Geräte vorweisen. Darüber hinaus dürfen die Unternehmen keine Subunternehmen einsetzen. Die Überprüfung der Unternehmen erfolgt durch den Fachbereich Zentrale Technik.

Ein einheitliches System zur Lieferantenbewertung befindet sich derzeit im Aufbau. Ziel ist es, wichtige Lieferanten sowohl durch den Einkauf als auch durch die Fachabteilungen im Konzern bewerten zu lassen, um so Transparenz und einen systematischen Überblick über die Performance und die Entwicklung der Lieferanten zu erhalten.