Unternehmenssteuerung

Steuerungsmodell

Unsere Unternehmenssteuerung ist ausgerichtet auf unsere Unternehmensstrategie, die wir im Geschäftsjahr 2016 unverändert fortgesetzt haben. Einzelheiten dazu sind im vorgelagerten Kapitel Ziele und Strategie detailliert dargestellt. Im Rahmen der Steuerung des Unternehmens unterscheiden wir die drei Segmente Bewirtschaftung, Extension und Vertrieb.

Im Segment Bewirtschaftung fassen wir alle Geschäftsaktivitäten des Kerngeschäfts zusammen, die auf das wertsteigernde Management unserer Immobilienbestände ausgerichtet sind. Dabei stehen unsere Kunden im Mittelpunkt, denen wir ein bedarfsgerechtes und bezahlbares Zuhause geben wollen. Mit einer Strategie der Nachhaltigkeit und Profitabilität steht die Steigerung des Unternehmenswertes im Mittelpunkt unserer Geschäftsaktivitäten.

Im Segment Extension fassen wir alle Geschäftsaktivitäten zusammen, mit denen wir unser Kerngeschäft um zusätzliche kundenorientierte Dienstleistungen ergänzen, die einen engen Bezug zum Vermietungsgeschäft haben und/oder dieses beeinflussen. Im Einzelnen umfasst das Segment folgende Aktivitäten:

  • unsere eigene Handwerkerorganisation
  • unsere Organisation zur Pflege und des Wohnumfelds unserer Objekte
  • die Versorgung unserer Mieter mit Kabel-TV-Dienstleistungen
  • die Wohneigentumsverwaltung für unsere eigenen Wohnungen sowie für Dritte
  • die Drittbewirtschaftung von Wohnungen
  • Messdienstleistungen für das Auslesen von Wasser- und Wärmeverbräuchen
  • Versicherungsdienstleistungen für unsere eigenen Wohnungen sowie für Dritte

Das Segment Vertrieb leitet sich aus dem aktiven Management unseres Portfolios ab und bündelt alle Immobilienverkäufe aus unserem Portfolio. Dazu zählen der Einzelverkauf von Wohnungen aus dem Teilportfolio sowie der Verkauf ganzer Gebäude oder Grundstücke aus den Teilportfolios Non- und , die wir gebündelt als Non-Core-Verkäufe darstellen.

Steuerungskennzahlen

Unser Steuerungssystem ist modular aufgebaut und unterscheidet Steuerungskennzahlen auf Gesamtkonzernebene (bedeutsamste Steuerungskennzahlen i.S.d. DRS 20) und Steuerungskennzahlen auf Segmentebene.

Um die Ausrichtung der Geschäftstätigkeiten auf eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sicherzustellen, betreiben wir ein konzernweit integriertes Planungs- und Controllingsystem, das auf zentrale Steuerungskennzahlen abstellt. Basierend auf der aus unserer Strategie abgeleiteten Mittelfristplanung, die einer jährlichen Überprüfung unterliegt und bei nennenswerten Transaktionen unterjährig aktualisiert wird, wird für alle Bereiche des Konzerns ein Budget erstellt. Im Verlauf des Geschäftsjahrs erfolgt für alle steuerungsrelevanten Kennzahlen ein regelmäßiger Abgleich der aktuellen Geschäftsentwicklung mit diesen Zielvorgaben sowie den jeweils aktuellen Prognosen. Daraus abgeleitet wird das Geschäft zielgerichtet gesteuert und werden erforderliche Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet und nachverfolgt.

Steuerungskennzahlen (Grafik)Steuerungskennzahlen (Grafik)

Wir unterscheiden finanzielle und nicht-finanzielle Steuerungskennzahlen.

Instandhaltung
Instandhaltung umfasst die Maßnahmen, die erforderlich sind, um während der Nutzungsdauer der Immobilie den bestimmungsgemäßen Gebrauch zu sichern und die durch Abnutzung, Alterung, Witterungseinwirkungen entstandenen baulichen und sonstigen Mängel zu beseitigen.
Privatisierung
Im Teilportfolio „Privatisierung“ liegt unser Schwerpunktinteresse in der Generierung zusätzlichen Mehrwerts durch Privatisierung von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern mit einem Aufschlag gegenüber dem Verkehrswert.
Strategic
Im Teilportfolio „Strategic“ befinden sich Standorte mit überdurchschnittlichen Entwicklungspotenzialen, für die wir eine Strategie der werterhöhenden Bewirtschaftung verfolgen.
Non-Core/Non-Strategic
Im Teilportfolio „Non-Core“ liegt unser Schwerpunktinteresse im Verkauf von Immobilien in Lagen mit mittel- bis langfristig unterdurchschnittlichem Entwicklungspotenzial an private und institutionelle Investoren. Ausschlaggebend für die begrenzten Potenziale ist vor allem eine unterdurchschnittliche Objektbeschaffenheit in Kombination mit einer ebenso unterdurchschnittlichen Lagequalität.
Das Teilportfolio „Non-Strategic“ enthält Standorte und Objekte, die im Rahmen der aktuellen, umfassenden Überprüfung des Gesamtportfolios als nicht zwingend notwendig zur weiteren strategischen Entwicklung identifiziert wurden. Die Bestände, die dem Portfolio „Non-Strategic“ zugeordnet sind, unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung und bieten weiteres Veräußerungspotenzial.