29 Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital repräsentiert das Grundkapital der Gesellschaft. Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2016 unverändert zum Vorjahr 466.000.624,00 € und ist eingeteilt in 466.000.624 nennwertlose und auf Namen lautende Stückaktien. Die Aktien sind unverbrieft.

Bei Kapitalerhöhungen kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG geregelt werden.

Das genehmigte Kapital 2013

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 29. Juni 2018 das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1.900.790,00 € einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 1.900.790 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar-und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013). Den Aktionären ist grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht auf die neuen Aktien zu gewähren.

Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nach näherer Maßgabe der im § 5 der Satzung festgelegten Bestimmungen ganz oder teilweise, einmalig oder mehrmals auszuschließen.

Zum 31. Dezember 2016 beträgt das genehmigte Kapital 2013 unverändert zum Vorjahr 1.900.790,00 €.

Das genehmigte Kapital 2015

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 29. April 2020 um bis zu 63.257.928,00 € einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 63.257.928 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen.

Die Aktien können dabei von einem oder mehreren Kreditinstitut(en) mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten (sog. mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats für eine oder mehrere Kapitalerhöhungen im Rahmen des genehmigten Kapitals nach näherer Maßgabe der im § 5a der Satzung festgelegten Bestimmungen auszuschließen.

In Bezug auf die beschlossene, aber zum 31. Dezember 2016 noch nicht vollzogene Kapitalerhöhung im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an die Aktionäre der conwert Immobilien Invest SE wird auf die weiteren Ausführungen verwiesen.

Das genehmigte Kapital 2016

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 11. Mai 2021 um bis zu 167.841.594,00 € einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 167.841.594 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen.

Die Aktien können dabei von einem oder mehreren Kreditinstitut(en) mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten (sog. mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats für eine oder mehrere Kapitalerhöhungen im Rahmen des genehmigten Kapitals nach näherer Maßgabe der im § 5b der Satzung festgelegten Bestimmungen auszuschließen.

Zum 31. Dezember 2016 beträgt das genehmigte Kapital 2016 167.841.594,00 €.

Das bedingte Kapital 2015

Die bestehende Ermächtigung für das bestehende bedingte Kapital (Bedingtes Kapital 2015) wurde auf der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 aufgehoben und durch eine neue Ermächtigung und ein neues bedingtes Kapital (Bedingtes Kapital 2016) ersetzt.

Das bedingte Kapital 2016

Zur Bedienung der aufgrund der von der Hauptversammlung vom 12. Mai 2016 beschlossenen Ausgabeermächtigung begebbaren Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente) („Schuldverschreibungen“) wurde ein bedingtes Kapital geschaffen. Das Grundkapital ist um bis zu 233.000.312,00 € durch Ausgabe von bis zu 233.000.312 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016).

Durch den Beschluss der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 12. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 11. Mai 2021 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (nachstehend gemeinsam „Schuldverschreibungen“) im Nennbetrag von bis zu 6.990.009.360,00 € mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Gläubigern bzw. Inhabern von Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu 233.000.312,00 € nach näherer Maßgabe der jeweiligen Options- bzw. Wandelanleihebedingungen bzw. Genussrechtsbedingungen zu gewähren. Die jeweiligen Bedingungen können auch Pflichtwandlungen zum Ende der Laufzeit oder zu anderen Zeiten vorsehen, einschließlich der Verpflichtung zur Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann auch gegen Erbringung einer Sacheinlage erfolgen.

Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch – unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert – in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Des Weiteren können die Schuldverschreibungen daneben durch von der Gesellschaft abhängige oder im unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehende Gesellschaften begeben werden; in diesem Fall wird der Vorstand ermächtigt, für die abhängige oder im Mehrheitsbesitz stehende Gesellschaft die Garantie für die Schuldverschreibungen zu übernehmen und den Gläubigern solcher Schuldverschreibungen Wandlungs- oder Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft zu gewähren. Bei Emission der Schuldverschreibungen können bzw. werden diese im Regelfall in jeweils unter sich gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen eingeteilt. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Der Vorstand wurde ermächtigt, bis zum 29. Juni 2018 Aktien der Gesellschaft in einem Umfang von insgesamt bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.

Beschlossene, aber zum 31. Dezember 2016 noch nicht vollzogene Kapitalerhöhung im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an die Aktionäre der conwert Immobilien Invest SE

Zum Zweck der Durchführung des Umtauschangebotes hat der Vorstand der Vonovia SE am 19. Oktober 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 26. Oktober 2016 beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2015 gemäß § 5a.1 der Satzung zu erhöhen.

Die Erhöhung des Grundkapitals gegen Sacheinlage wurde über die Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2015 im Umfang von 339.135,00 € mit Vorstandsbeschluss vom 31. Dezember 2016, mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 3. Januar 2017 und mit Eintragung im Handelsregister am 10. Januar 2017 durchgeführt.

Dementsprechend wird das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 466.000.624‚00 €, eingeteilt in 466.000.624 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien (Stammaktien), jeweils mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € um 339.135,00 € aus dem Genehmigten Kapital 2015 gemäß § 5a.1 der Satzung gegen Sacheinlage auf insgesamt 466.339.759‚00 € durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden nennwertlosen Stückaktien (Stammaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 € je Aktie („Neue Aktien“) erhöht. Der Ausgabebetrag der Neuen Aktien beträgt 1,00 € pro Stückaktie. Die Differenz zwischen dem Ausgabebetrag der Neuen Aktien und dem Einbringungswert der Gegenstände der Sacheinlage (siehe Ziffer 4 unten) soll als freiwillige Zuzahlung im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB behandelt werden. Die Neuen Aktien werden mit Gewinnberechtigung ab dem l. Januar 2016 ausgegeben. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen.

Das Genehmigte Kapital 2015 besteht nach teilweiser Ausschöpfung in Höhe von 62.918.793 €.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt 5.334,9 Mio. € (31.12.2015: 5.892,5 Mio. €).

Entwicklung der Kapitalrücklage

in €

 

 

 

 

 

Stand zum 1. Januar 2016

 

5.892.440.076,55

Entnahme aus der Kapitalrücklage

 

-558.511.606,44

Sonstige ergebnisneutrale Veränderungen

 

969.993,81

Stand zum 31. Dezember 2016

 

5.334.898.463,92

Dividende

Auf der ordentlichen Hauptversammlung am 12. Mai 2016 in Düsseldorf wurde unter anderem für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividendenzahlung in Höhe von 94 Cent pro Aktie beschlossen und anschließend in Höhe von 438,0 Mio. € ausgeschüttet.

Gewinnrücklagen

Zum 31. Dezember 2016 werden Gewinnrücklagen in Höhe von 6.665,4 Mio. € (31.12.2015: 4.309,9 Mio. €) ausgewiesen. Diese beinhalten mit -67,1 Mio. € (31.12.2015: -45,9 Mio. €) versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die nicht reklassifizierungsfähig sind und somit in nachfolgenden Berichtsperioden nicht mehr erfolgswirksam berücksichtigt werden dürfen.

Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen enthalten kumulierte ergebnisneutrale Änderungen des Eigenkapitals. Hier werden bei der Vonovia der effektive Teil von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cashflow Hedges sowie die kumulierten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten erfasst.

Die sonstigen Rücklagen aus Cashflow Hedges und aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sind reklassifizierungsfähig. Wird das gesicherte Grundgeschäft der Cash Flow Hedges erfolgswirksam, werden die darauf entfallenden Rücklagen erfolgswirksam reklassifiziert. Die Reklassifizierung der sonstigen Rücklagen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt im Fall der Ausbuchung oder Wertminderung des Vermögenswertes.

Eigenkapital der Hybridkapitalgeber

Vonovia hat im Dezember 2014 über eine Tochtergesellschaft, die Vonovia Finance B.V., Amsterdam/Niederlande (Emittentin), eine Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von 1,0 Mrd. € begeben. Diese nachrangige Hybridanleihe hat eine unbegrenzte Laufzeit und kann nur durch Vonovia zu bestimmten, vertraglich festgelegten Terminen oder Anlässen gekündigt werden.

Bis zum ersten Kündigungstermin im Dezember 2021 wird die Hybridanleihe mit 4,0% p. a. verzinst. Wird die Anleihe nicht gekündigt, erhöht sich der Zinssatz für den nächsten Fünfjahreszeitraum automatisch (sog. Step-up-Klausel). Aus den Anleihebedingungen ergeben sich keine unbedingten rechtlichen Verpflichtungen zu einer Zinszahlung. Nicht ausgezahlte Zinsen werden auf neue Rechnung vorgetragen und kumuliert. Falls eine Dividende beschlossen wird bzw. falls bei vergleichbaren nachrangigen Anleihen eine freiwillige Zahlung erfolgt, wird eine Zinszahlungspflicht für die vorliegende Anleihe ausgelöst.

Nach IAS 32 ist die Hybridanleihe vollständig als Eigenkapital zu klassifizieren. Die an die Anleiheinhaber zu leistenden Zinszahlungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Nicht beherrschende Anteile

Unter den nicht beherrschenden Anteilen ist der Anteilsbesitz Dritter an den Konzerngesellschaften erfasst.