Umsetzung des Gesetzes zur Förderung des Anteils weiblicher Führungskräfte

Das „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ verpflichtet mitbestimmte und gleichzeitig börsennotierte Unternehmen zu einer fixen Geschlechterquote von 30% für neu zu besetzende Aufsichtsratsposten. Darüber hinaus verpflichtet das Gesetz börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen dazu, sich eigene Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorständen und obersten Managementebenen zu setzen.

Vorstand und Aufsichtsrat der Vonovia SE als börsennotiertes, aber nicht mitbestimmungspflichtiges Unternehmen haben in ihren Sitzungen am 29. Juni 2015 bzw. am 27. Juli 2015 über die Zielgröße zum Frauenanteil in den Organen und Führungsebenen beraten und festgehalten:

Die Gesellschaft besteht unterhalb des Vorstands aus einer Führungsebene. Deshalb war die Zielgrößenverpflichtung lediglich für diese, 20 Personen umfassende Ebene durch den Vorstand zu bestimmen. Ausgehend von einem 20%-Frauenanteil im Beschlusszeitpunkt soll die Quote nach dem ersten Festlegungszeitraum bis zum 30. Juni 2017 auf 25% steigen.

Der Aufsichtsrat hat unter Berücksichtigung der rechtlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten der Gesellschaft für die Frauenquote im Vorstand entschieden, diese bis zum 30. Juni 2017 bei 0% zu belassen. Für den Aufsichtsrat, er besteht aus zwölf Mitgliedern, wurde ein zu erreichender Frauenanteil von 25%, also drei Frauen, festgesetzt. Die Zahl der Frauen im Aufsichtsrat betrug bis zum 1. November 2015 zwei, danach drei Frauen.