Cashflow

Die Cashflows der Gruppe stellten sich wie folgt dar:

Darstellung der Kapitalflussrechnung

in Mio. €

 

2015

 

2014

 

 

 

 

 

Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit

 

689,8

 

453,2

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

 

-3.239,8

 

-1.177,9

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

 

4.093,1

 

1.741,7

Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

1.543,1

 

1.017,0

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenanfang

 

1.564,8

 

547,8

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Periodenende

 

3.107,9

 

1.564,8

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit ist von 453,2 Mio. € in 2014 auf 689,8 Mio. € in 2015 angestiegen aufgrund der höheren operativen Zahlungsmittelüberschüsse, insbesondere als Folge des ausgeweiteten Geschäftsvolumens in 2015 durch die ganzjährige Einbeziehung des DeWAG- und Vitus-Geschäfts wie auch der Einbeziehung der GAGFAH und der SÜDEWO ab dem jeweiligen Zeitpunkt der Übernahme. Negativ beeinflusst ist der betriebliche Cashflow durch 60,4 Mio. € aufgrund von Ertragsteuerzahlungen, wovon 44,4 Mio. € auf die Begleichung der EK02-Verbindlichkeit aus dem vormaligen Bereich GAGFAH zurückzuführen sind.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt für das Jahr 2015 -3.239,8 Mio. € im Vergleich zu -1.177,9 Mio. € in 2014. Er ist geprägt durch Auszahlungen für die Akquisitionen der GAGFAH und der SÜDEWO sowie durch die Auszahlungen für den Erwerb des sogenannten Franconia-Portfolios in Höhe von insgesamt 3.058,7 Mio. €. Weiterhin war der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 604,6 Mio. € beeinflusst durch die Auszahlungen für und die Akquisition selektiver Einzelbestände. Positiv schlugen die Einzahlungen aus der Veräußerung von - und Non-Strategic-Beständen sowie Privatisierungen in Höhe von 449,1 Mio. € zu Buche.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist für das Geschäftsjahr 2015 geprägt durch die Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der Übernahme der GAGFAH und der SÜDEWO sowie die Finanzierung des Erwerbs des Franconia-Portfolios. Die Zuflüsse aus Eigenkapitalmaßnahmen betrugen 2.372,0 Mio. €. Die Zuflüsse aus Fremdfinanzierungen betreffen insbesondere Ziehungen aus dem EMTN-Programm in Höhe von 4,0 Mrd. € sowie die Inanspruchnahme einer Brückenfinanzierung in Höhe von 923 Mio. € im Rahmen der GAGFAH-Transaktion. Die Tilgungen in Höhe von 2.390,1 Mio. € betreffen einerseits die wieder erfolgte Rückführung der Brückenfinanzierung sowie Sonder- und Regeltilgungen auf Finanzierungen aus dem vormaligen Bereich der Deutschen Annington Immobilien SE wie auch aus den übernommenen Bereichen der GAGFAH und SÜDEWO. Die Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen führten zu Transaktionskosten in Höhe von 165,3 Mio. €. Die Zinszahlungen des Jahres 2015 betrugen 327,3 Mio. € aufgrund des deutlich gestiegenen Fremdfinanzierungsvolumens. Zusätzlich erfolgten Zahlungen in Höhe von 40,0 Mio. € an die Inhaber der als Eigenkapital behandelten Hybridanleihe. Ferner wurden Dividenden in Höhe von 295,8 Mio. € an Aktionäre der Vonovia SE sowie an Minderheitsgesellschafter von Konzerngesellschaften gezahlt.

Modernisierungsmaßnahmen
Modernisierungsmaßnahmen sind nachhaltig und langfristig wertsteigernde Investitionen in den Wohnungs- und Gebäudebestand. Im Rahmen der energetischen Sanierung erfolgen sie typischerweise an der Gebäudehülle sowie an den Allgemeinflächen inkl. der Wärme- und Stromversorgung. Beispielhaft sind hier zu nennen: der Einbau von Heizungsanlagen, die Sanierung von Balkonen oder die nachträgliche Anbringung von Fertigteilbalkonen sowie die Durchführung von Energiesparmaßnahmen wie z.B. der Einbau von Isolierglasfenstern und Wärmeschutzmaßnahmen wie z.B. Fassadendämmung, Dämmung der obersten Geschossdecke und der Kellerdecke. Im Rahmen der Wohnungssanierung erfolgt eine Aufwertung – ggf. neben der Modernisierung der Wohnungselektrik – typischerweise durch den Einbau moderner bzw. barrierearmer Bäder, durch den Einbau neuer Türen und die Verlegung hochwertiger bzw. rutschfester Oberböden. Fallweise werden auch die Grundrisse an veränderte Wohnbedürfnisse angepasst.
Core-/ Non-Core-Immobilien
Immobilien, die dem Kernbestand (Core) bzw. dem Nicht-Kernbestand (Non-Core) zugerechnet werden. Non-Core-Immobilien sind Immobilien, die sich für eine Bewirtschaftung mit unseren Prozessen und aufgrund ihrer Eigenschaften oder Lage weniger eignen. Darüber hinaus besitzen wesentliche Teile von ihnen ein unterdurchschnittliches Zukunftspotenzial und werden gemäß Strategie mittelfristig veräußert. Core-Immobilien sind unsere Immobilien im Vermietungsportfolio und Privatisierungsportfolio.