Extension

In unserem neuen Segment Extension fassen wir unsere Geschäftsaktivitäten zusammen, die die Erweiterung unseres Kerngeschäftes um zusätzliche Dienstleistungen rund um die Immobilie umfassen. Dazu zählen derzeit folgende Geschäftsaktivitäten:

  • Unsere eigene Handwerkerorganisation
  • Unsere Organisation zur Pflege und des Wohnumfelds unserer Objekte
  • Die Versorgung unserer Mieter mit Kabelfernsehen
  • Die Wohneigentumsverwaltung für unsere eigenen Wohnungen sowie für Dritte
  • Messdienstleistungen für das Auslesen von Wasser- und Wärmeverbräuchen
  • Versicherungsdienstleistungen für unsere eigenen Wohnungen sowie für Dritte

Im Segment Extension konnten wir im Geschäftsjahr 2015 unsere Ertragskraft weiter steigern. Die Erträge des Segments Extension haben sich im Geschäftsjahr mehr als verdoppelt. Sie stiegen von 211,1 Mio. € in 2014 auf 428,7 Mio. € in 2015 an. Dazu hat maßgeblich der Ausbau unserer Handwerkerorganisation beigetragen. Die operativen Kosten lagen mit 391,1 Mio. € in 2015 rund 109% über dem Vergleichswert des Vorjahres von 187,5 Mio. €. Insgesamt stieg das bereinigte EBITDA Extension auf 37,6 Mio. € in 2015 an und lag damit 59,3% über dem Vorjahrswert von 23,6 Mio. €.

Bereinigtes EBITDA Extension

in Mio. €

 

2015

 

2014

 

 

 

 

 

Erträge

 

428,7

 

211,1

davon externe Erträge

 

59,3

 

28,9

davon interne Erträge

 

369,4

 

182,2

Operative Kosten

 

-391,1

 

-187,5

Bereinigtes EBITDA Extension

 

37,6

 

23,6

Kosten pro Wohneinheit und EBITDA-Marge

Die tatsächlichen Kosten von Vonovia für die Bewirtschaftung ihrer Immobilien zeigen sich in den Kosten des Segments Bewirtschaftung, die nicht Instandhaltung sind, und dem Ergebnisbeitrag des Dienstleistungsgeschäfts, das direkt an die Immobilie gebunden ist. Daher fassen wir die operativen Kosten des Segments Bewirtschaftung und das bereinigte EBITDA der Segmente Extension und Sonstiges zu den konzernweiten Bewirtschaftungskosten zusammen. Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der Wohneinheiten konnten wir diese von 754 € pro Wohnung in 2014 auf 644 € pro Wohnung in 2015 deutlich verringern.

Des Weiteren entwickelte sich die EBITDA-Marge des Kerngeschäfts, ausgedrückt in dem kumulierten bereinigten EBITDA der Segmente Bewirtschaftung, Extension und Sonstiges bezogen auf die , im Geschäftsjahr 2015 erneut positiv. Sie stieg von 63,8% in 2014 auf 67,7% in 2015 an und verbesserte sich damit um 3,9 Prozentpunkte.

Die Kostenquote stellt ebenfalls ein Maß für die Beurteilung der Effizienz dar. Sie ermittelt sich als reziproker Wert zur EBITDA-Marge zuzüglich weiterer Anpassungen wie beispielsweise der Erbbauzinsen. Die EPRA Kostenquote (inklusive direkter Leerstandskosten) enthält gemäß EPRA Best Practice Recommendations (BPR) auch die Aufwendungen für Instandhaltung und verbesserte sich von 35,7% in 2014 auf 31,9% in 2015.

Instandhaltung
Instandhaltung umfasst die Maßnahmen, die erforderlich sind, während der Nutzungsdauer der Immobilie den bestimmungsgemäßen Gebrauch zu sichern und die durch Abnutzung, Alterung, Witterungseinwirkungen entstandenen baulichen und sonstigen Mängel zu beseitigen.
Mieteinnahmen
Mieteinnahmen sind der aktuelle Bruttoertrag für vermietete Wohneinheiten gemäß den jeweiligen Mietverträgen vor Abzug nicht-übertragbarer Betriebskosten
EPRA (European Public Real Estate Association)
Die European Public Real Estate Association (EPRA) ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Brüssel und vertritt die Interessen börsennotierter europäischer Immobilienunternehmen. Sie sieht ihre Aufgabe darin, das Verständnis für Investitionsmöglichkeiten in börsennotierte Immobiliengesellschaften in Europa als Alternative zu klassischen Anlagewerten zu erweitern.